20. Oktober 2017 Foreign Policy (Engl.)

Analyse zu Xi Jinpings Machtaufstieg

Was macht Xi Jinping so mächtig und welche Faktoren haben diese Machtausweitung überhaupt ermöglicht? Der Autor erklärt, wie politische Ereignisse, Machtwechsel und Amtsvorgänger den Weg für Xi´s politische Laufbahn geebnet... Mehr...

18. September 2017 economictimes (Engl.)

China eröffnet Autobahn nach Nepal durch Tibet

Eine neue Autobahn, die durch Tibet verläuft, verbindet nun Shanghai mit Dram (chin. Zhangmu) an der nepalesischen Grenze. Die Straße soll sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken dienen und es China ermöglichen, in... Mehr...

11. September 2017 OHCHR (Engl.)

UN-Hochkomissar für Menschenrechte bringt Tibet zur Sprache

In seinem Statement zur Eröffnung der Sitzung des UN Menschenrechtsrats in Genf sprach Zeid Ra'ad Al Hussein, UN-Hochkomissar für Menschenrechte, die Schicksale von Tenzin Delek Rinpoche und Tashi Wangchuk an. Auch sprach er sich... Mehr...

Aktuelle Meldungen

Zum Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes am 10. März: die tibetische Flagge weht wieder am Marienplatz

Um an den 58. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes (mit mindestens 87.000 tibetischen Opfern) zu erinnern werden am 10.März 2018 wie seit 2003 und wie in mehreren hundert anderen Städten in Deutschland die Tibet-Flagge am Marienplatz gehisst.
15 Jahre Gedenken und noch ist nichts besser...
--> zur deutschlandweiten Kampagne

Tagesfrische Bilder des vom 10.3.2018:

 

Fährt der Dalai Lama BMW ?

Wir wissen leider nicht, wie der Dalai Lama auf das erbärmliche Einknicken von Mercedes Benz auf das Zitieren eines Dalai Lama-Satzes und die chinesische Kritik reagiert. Lest dazu:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/social-media-daimler-china-und-der-dalai-lama-1.3856104
https://www.tagesschau.de/ausland/china-daimler-101.html
http://www.dw.com/de/chinesischer-daimler-investor-komme-in-frieden/a-42741866

Vielleicht ist BMW bislang auch einfach geistig nicht ganz so wendig gewesen wie Daimler. Wir empfehlen jedenfalls in Übereinstimmung mit dem Bundesgesundheitsministeriums allen Lesern weiterhin, Situationen möglichst von allen Seiten zu betrachten und sich beim Genuss der dabei entstehenden Offenheit weder durch Diktaturen noch durch Investoren stören zu lassen...

Petra-Kelly-Veranstaltung am 29.11.

Es gab einiges an positiver Rückmeldung zu unserer Veranstaltung am 29.11. gemeinsam mit den Grünen FS mit ca. 130 TeilnehmerInnen. Wir dokumentieren die Rückmeldungen und eigene Dokumentation nach und nach --> hier

10 Offene Fragen zur Partnerschaft des Landkreises Freising zu Weifang (China)

Die Partnerschaft des Landkreises Freising zur kreisfreien Stadt Weifang hat für viele unbefangene Betrachter der kürzlich abgehaltenen Jubiläumsfeierlichkeiten alle Charakteristika von etwas, was nicht zusammenpasst. Das beginnt schon beim Bevölkerungsverhältnis von ca. 1:50 hier ländlich, dort metropolitan. Ent-sprechend dünn sind ganz offenbar die gegenseitigen Schnittflächen und Anknüpfungspunkte auf kultureller, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Aus uns vorliegenden Pressedokumenten können wir keine signifikanten Partnerschaftsaktivitäten, die über einen allgemeinen Austausch von Nettig-keiten hinausgehen, feststellen. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass eine dringend gebotene Diskussion über offenkundige Menschenrechtsverletzungen in Weifang und faire Handels- und Arbeitsbedingungen in dieser Partnerschaft tabuisiert werden sollen und darüber hinaus zu Diskussionseinschränkungen bei den benannten Themen selbst bei uns im Stadt- und Landkreis führt.
Angesichts der sich dramatisch verschlechternden Menschenrechtslage in China und speziell für Minderheiten wie z.B. Tibeter sowie den sich rapide verschlechternden Wirtschaftsbedingungen für ausländische Unternehmen in China bitten wir den Landrat und die Kreistagsmitglieder dringend um eine gründliche Überprüfung der Partnerschaft mit Weifang. Wir bitten den Landrat uns die folgenden 10 Fragen zu beantworten:

  • Was sind aus Sicht des Landkreises die Vorteile der Partnerschaft und inwiefern hat sich das in den letzten 30 Jahren materialisiert?
  • Was hat die Partnerschaft den Steuerzahler bislang gekostet und welche Summen sind dafür in den nächsten Jahren veranschlagt?
  • Inwiefern wurden mit den chinesischen Partnern über die Verbesserung der Menschen-rechtslage diskutiert, insbesondere über die Schließung der beiden Laogai-Arbeitslager (Wei-fang Jinfan Chemical Plant und Weifang Changle Rock Material Plant) in Weifang?
  • Liegen dem Landratsamt Informationen zu den Insassen der Laogai-Arbeitslager in Weifang (Anklagepunkte, Ethnie, Haft- und Überlebensbedingungen) vor?
  • Wurden in Freising bzw. dem Landkreis Baumaterialien verbaut bzw. Chemikalien eingesetzt, welche durch Zwangsarbeit in Weifang (o. anderen chin. Arbeitslagern) hergestellt wurden?
  • Liegen dem Landratsamt Informationen über Vertriebswege der durch Zwangsarbeit herge-stellten Produkte in China und nach Deutschland vor?
  • Wie viele politische Gefangene werden in Weifang festgehalten und welche Haftbedingun-gen müssen sie erleiden?
  • Welche Erkenntnisse zu Menschenrechtsverletzungen in Weifang liegen dem Landratsamt vor?
  • Welche wirtschaftlichen Kooperationen wurden durch die Partnerschaft geschlossen und welches ungefähre Volumen umfassen diese?
  • Wie viele unternehmerische Beschwerden über Patentdiebstahl und andere unfaire Wirt-schaftsbedingungen sind dem Landrat in der Kooperation mit Weifang bekannt?

Wir fordern anhand der Fragen alle Akteure auf, eine offene Diskussion zur Fortsetzung der Partnerschaft des Landkreises mit Weifang zu führen.
Freising, 20.11.2017, Regionalgruppe Freising der Tibet-Initiative Deutschland e.V.

Das Dialogangebot mit unserer Veranstaltung zu Menschenrechten in Tibet und China im Rahmen der Freisinger Tibet-Tage 2017 kam möglicherweise zu kurzfristig. Jedenfalls kam niemand vom Landratsamt. Wir sind jedoch weiter offen.

--> Freisinger Tabblatt/Merkur v. 23.11.2017
--> Süddeutsche (Freisinger Teil) v. 24.11.2017

Wir warten nun seit November 2017 auf die Antwort des Landratsamtes zu den Laogai-Arbeitslagern der Freisinger Landkreies-Partnerstadt Weifang. Manchmal braucht die Betrachtung aller Seiten eines Problems eine angemessene Zeit, was wir völlig verstehen.
Laut Gerüchten möchte man sich nun nach einer Sitzung Ende Februar2018 tatsächlich nach rund 30 Jahren Untätigkeit zumindest informieren.
Wir bleiben weiter in der Sache sehr gespannt.

Wahlprüfsteine Tibet für Freisinger BundestagskandidatInnen

Wir haben allen WahlkreiskandidatInnen des Wahlkreises 214 (Freising, Pfaffenhofen und Schrobenhausen) die Wahlprüfsteine der Tibet-Initiative Deutschland vorgelegt*, wie sie auch den Fraktionen im Bundestag vorgelegt wurden mit der Bitte um eine persönliche Antwort.
Wir können nun wenigstens die Antworten von drei Kandidaten (Erich Irlstorfer, CSU; Dr. Guido Hoyer, Die Linken; Andreas Mehltretter, SPD) präsentieren, die trotz des intensiven Endspurts im Bundestagswahlkampf das Thema so wichtig fanden uns dazu ausführlich zu antworten. Alle drei sehen die Menschenrechtspolitik Chinas insbesondere gegenüber Tibet sehr kritisch und versprechen sich intensiv für die tibetische Minderheit in ihrer Tätigkeit als MdB zu unterstützen. Ihre jeweiligen Antworten wurden den gestellten Fragen in diesem Dokument gegenüber gestellt. Vielleicht ermutigt das auch die anderen KandidatInnen vielleicht ja auch noch nachträglich auf unsere Fragen zu antworten. Schauen Sie rein, möglicherweise werden es ja noch mehr Antworten. Zumindest im Fall der Kandidaten von FDP, Freie Wähler und AfD muss man zumindest bislang konstatieren: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Interessant ist auch, inwiefern die Antwort der eigenen Fraktion von den Befragten individualisiert wurde. Das ist bei Herrn Irlstorfer eindeutig am wenigsten ausgeprägt der Fall, während Dr. Guido Hoyer z.T. deutlich über den Mut der Antworten der Linken-Fraktion hinausging (z.B. bei der kritischen Frage nach einem Empfang für S.H. den Dalai Lama) - Respekt. Die paar Worte hier sollen aber nur und vor allem Interesse wecken, selbst die Antworten zu erkunden und sich somit selbst ein Bild von den KandidatInnen zu machen. Wir hoffen, dass wir mit der Nachfrage nach den Wahlprüfsteinen bei den vielen Unentschiedenen noch wenigstens für etwas Orientierung sorgen konnten.     

* durch Kommunikationspannen und Nicht-Recherchierbarkeit von Emailadressen konnten die KandidatInnen der Grünen (Kerstin Schnapp), der ÖDP (Dr. Reinhold Reck) sowie der Bayernpartei (Robert Prado Diaz) nicht mehr zeitgerecht erreicht werden.

Gedächtnisveranstaltung zu Petra Kelly am 29.11. im Freisinger Hofbrauhauskeller

Petra Kelly würde am 29.11.17 siebzig Jahre alt werden. Was heute viele nicht wissen: Die international bekannte Antiatom- und Friedensaktivistin war im 11. Deutschen Bundestag 1987-1990 Abgeordnete für den damaligen Wahlkreis 210: Freising, Erding und Pfaffenhofen.
In dieser Zeit gründete sie, ebenfalls in Freising, die erste oder doch zumindest eine der ersten Tibet-Solidaritätsinitiativen in Deutschland.
Genügend Anlass, um an Petra Kelly's herausragendes Engagement für eine gerechte, gesunde und demokratische Welt zu erinnern sowie ihre spannenden Fußabdrücke in Freising zu erforschen. Wir haben über das Jahr versucht (und sind noch dabei), soviel Material wie möglich zusammenzutragen, um dann am 29.11. eine würdige, interessante, bewegende und kritische Gedenkveranstaltung zusammen mit allen interessierten lokalen und überregionalen Gruppen und Einzelpersonen abzuhalten. Alle, die zu ihrem Wirken in Freising etwas beizutragen haben sind aufgerufen uns das zukommen zu lassen -->Mail.
Vorbereitungstreffen fanden und finden statt.
Die Veranstaltung wird nun im Rahmen der 9. Freisinger Tibet-Tage im Freisinger Hofbrauhauskeller, Lankebergstr. 5 19-21:00 stattfinden. Sie ist in Zusammenarbeit mit den Freisinger Grünen organisert.
Als Redner haben bereits zugesagt: Claudia Roth (MdB Bündnis90/Die Grünen), Kelsang Gyaltsen (ehem. Sondergesandter für Europa s. H.H. des Dalai Lama), Bernd Fertig (TID Würzburg), Frieder Wolf (ehem. wissenschaftlicher Referent von Petra Kelly in Bonn).
Wir freuen uns auch auf die Unterstützung der Stadt Freising sowie auf das Grußwort von Freisings OB Tobias Eschenbacher ebenso wie auf das Grußwort der Petra-Kelly-Stiftung in München, Leo Klotz.

Larung Gar retten

Larung Gar liegt im östlichen Kulturgebiet Tibets, außerhalb der sogenannten "Autonomen Region Tibets". Mit 10.000 Buddhisten ist es einer der bedeutsamsten Glaubensstätten des tibetischen Buddhismus. Und genau diese Größe macht es für die Machthaber der chinesischen KP so gefährlich. Ein Großteil der Siedlung um das Kloster soll abgerissen werden, die Bevölkerung um die Hälfte verkleinert werden. Hinter vordergründigen Umweltargumentationen verbirgt sich (ein weiteres Mal) ein Angriff auf die tibetische Kultur und Religion. Jetzt unterzeichnen, um Merkel aufzufordern, ihre Stimme in Peking zu erheben. Mehr auf der zentralen --> Homepage der Tibet-Initiative Deutschland.
Oder bei --> FreeTibet.org mit der Möglichkeit sich an die EU um Hilfe im Fall Larung Gar zu wenden.

Dokumentation der letzten Tibet-Tage im Archiv

Unsere mittlerweile 8. Freisinger Tibet-Tage fanden wieder traditionell im November (2016) statt. Das Programm zum Nachlesen, Bilder- und Filmdokumentationen --> Archiv
Alle aktuellen Termine und Infos -->hier

STOPPT DIE GEWALT UND DIE SELBSTVERBRENNUNGEN IM TIBET !


Leider nehmen die Selbstanzündungen im besetzten Tibet kein Ende. Seit 2011 fanden über 150 Selbstanzündungen statt! Das ist somit keine wirklich neue, aber dennoch traurige aktuelle Meldung.
Die Selbstanzündungen sind ultimative, verzweifelte Signale von Tibetern, um die Außenwelt (uns!) auf die anhaltend hoffnungslose Situation des kulturellen Völkermords in Tibet aufmerksam zu machen.
Wir wollen zumindest in lokalen und regionalen Aktionen den Druck auf die westliche Politik erhöhen, internationale Beobachter nach Tibet zu schicken Alle Vorschläge dazu, auch bei unserem Stammtisch jeden ersten Donnerstag im Monat, 19:00 im Alten Freisinger Gefängnis sind willkommen.
Ein schon älterer Flyer der Tibet-Initiative zum Thema zum --> Runterladen.
Der Premierminister der tibetischen Regierung im Exil, Dr. Lobsang Sangay zur Situation der Selbstverbrennungen und mit einem Aufruf zu einer weltweiten Aktion am 8. Februar 2012 (Rede immer noch aktuell): -->Video

Nachfolgend ein herausgeschmuggeltes Video der chinesischen Militärpolizei (2008).
Ein Dokument polizeilicher Willkür, Repression und Hetze (Ursache täglicher Angst und Leiden in Tibet).

Ein kleiner Video-Eindruck zur Massivität der militärischen Präsenz im Alltag der Tibeter: